September 7, 2026

Folgt mir, ich kenne den Weg!

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Ich muss den Release von Talescape leider noch einmal verschieben.

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Die gute Nachricht zuerst: Talescape selbst ist im Grunde genommen fertig.

Der Editor funktioniert. Der Player funktioniert. Publishing funktioniert. Der größte Teil meiner Arbeit an der Plattform besteht inzwischen darin, Bugs zu beheben, Dinge zu verbessern, die mir beim tatsächlichen Benutzen auf die Nerven gehen und hier und da neue Features einzubauen.

Das Problem liegt weniger bei der Plattform selbst, sondern bei allem drumherum.

Meine eigene berufliche Situation ist etwas unsicherer geworden. Da Talescape vollständig unabhängig finanziert wird, muss ich deshalb momentan etwas vorsichtiger damit sein, wie viel eigenes Kapital ich hineinstecke.

Einige Arbeiten, für die ich ursprünglich Leute engagieren wollte, werde ich deshalb vorerst selbst machen müssen.

Und damit kommen wir zum derzeitigen Problem: Stories

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Eine Story-Plattform ohne (genügend) Content wäre vermutlich eine etwas fragwürdige Launch-Strategie.

Ich möchte, dass Talescape zum Release bereits eine vernünftige Auswahl an unterschiedlichen Stories bietet, die man auch tatsächlich spielen kann. Und diese Inhalte zu produzieren dauert deutlich länger, als ich ursprünglich gedacht hatte.

Schreiben ist dabei nur ein Teil. Dazu kommen Artwork, Umsetzung im Editor, Tests, Überarbeitung und all die kleinen Dinge, die erst auffallen, wenn aus einem Skript tatsächlich eine spielbare Geschichte wird.

Genau hier verschiebt sich aktuell der größte Teil der Arbeit hin.

Deshalb habe ich den geplanten Release jetzt auf Q4 2026 gesetzt.

Ein genaueres Datum möchte ich im Moment bewusst noch nicht nennen. Die verbleibende Zeit hängt inzwischen vor allem an der Content-Produktion, und ich möchte mir lieber genug Raum geben, die ersten Stories vernünftig fertigzustellen, als in ein paar Monaten wieder genau diesen Artikel schreiben zu müssen.

Warum ich nicht alles auf eine Karte setze

Vielleicht ist das auch ein guter Zeitpunkt, etwas Grundsätzlicheres dazu zu erklären.

Mir hat irgendwann jemand sinngemäß gesagt, ich sei verrückt, so eine Plattform heute noch komplett von Hand zu bauen. Während jeder mit den richtigen Tools innerhalb einer Woche irgendein SaaS aus dem Boden stampfen kann.

Und auf eine gewisse Art hatte er damit sogar recht.

Wenn mein einziges Ziel wäre, möglichst effizient Geld zu verdienen, wäre eine selbst gebaute Storytelling-Plattform wahrscheinlich nicht die beste Idee.

Talescape existiert, weil ich es bauen wollte.

Es ist ein Passion Project im ziemlich wörtlichen Sinn.

Ich arbeite unglaublich gerne daran. Ich mag die Systeme dahinter. Ich mag es, neue Probleme zu lösen und zu sehen, wie sauber inzwischen vieles ineinandergreift. Die technische Basis ist mittlerweile an einem Punkt, an dem neue Features unglaublich einfach zu implementieren sind. Es zahlt sich aus, dass ich so viel Zeit mit der Architektur verbracht habe.

Und ehrlich gesagt glaube ich, dass Talescape am Ende so etwas wie mein persönliches Magnum Opus werden könnte.

Aber das bedeutet nicht, dass ich meine komplette finanzielle Zukunft darauf setzen werde.

Das entspricht einfach nicht meiner Art zu arbeiten.

Ich bin eher jemand, der Dinge langsam und überlegt angeht. Ich denke über eine Lösung nach, versuche die Konsequenzen zu verstehen und setze sie dann um. Ich setze nicht alles auf Rot und hoffe, dass es gut geht.

Und ich glaube auch, dass genau das gut zu Talescape passt.

Wenn die Plattform irgendwann wirklich lange bestehen soll, dann muss sie nachhaltig aufgebaut und betrieben werden. Meine Ersparnisse zu verbrennen, nur um ein paar Monate früher zu veröffentlichen, würde Talescape nicht zu einem besseren Projekt machen.

Es würde nur dafür sorgen, dass ich deutlich mehr Stress hätte.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass Talescape mich irgendwann reich machen wird.

Wenn die Plattform irgendwann ihre eigenen Kosten trägt, werde ich das bereits als enormen Erfolg betrachten.

Was ich mir eigentlich wünsche, ist etwas anderes:
Ich möchte Talescape möglichst lange weiterentwickeln können.

Idealerweise in irgendeiner Form für den Rest meines produktiven Lebens.

Das klingt vielleicht etwas pathetisch, aber genau so sehe ich das Projekt. Es muss nicht explodieren. Es muss nicht innerhalb eines Jahres riesig werden.

Es soll einfach existieren, wachsen und mit der Zeit besser werden.

Und wie geht es weiter?

Talescape steht natürlich nicht still.

Im Gegenteil: Die Produktion eigener Stories ist wahrscheinlich der beste Test, den der Editor bisher bekommen hat.

Dabei finde ich regelmäßig Bugs, umständliche Abläufe oder Dinge, die in der Theorie hervorragend klangen und sich dann beim zehnten Mal Benutzen plötzlich deutlich weniger gut anfühlen.

Das führt laufend zu kleineren und größeren Verbesserungen.

Der technische Schwerpunkt liegt deshalb momentan vor allem auf Bugfixes, Quality-of-Life-Verbesserungen und Features, die direkt aus der tatsächlichen Story-Produktion entstehen.

Und ich werde diesen Monat auch mehr von den ersten Stories zeigen.

Journey without Return nähert sich inzwischen seiner Fertigstellung. Davon werde ich bald mehr zeigen, ebenso wie von einigen anderen Stories, die aktuell für den Launch entstehen.

Die Creator Beta bleibt offen

Wer Talescape in seinem aktuellen Zustand ausprobieren möchte, kann das weiterhin tun. Die Beta ist sowohl auf Steam als auch auf itch.io verfügbar. Ihr könnt den Editor ausprobieren, eine eigene Story bauen und Dinge kaputt machen.

Und nachdem ich jetzt einen halben Artikel darüber geschrieben habe, dass Talescape mehr Stories braucht, sollte ich vermutlich wenigstens eine davon zeigen.

Zum Abschluss gibt es deshalb einen ersten Einblick in Journey without Return (Text derzeit noch deutsch).

Ich denke immer noch, dass ich ziemlich genau weiß, wohin ich mit Talescape will und wie ich dorthin komme.

Bei der Reisezeit habe ich mich offenbar nur etwas verrechnet.